Femto-Lasik Risiken
Mögliche Nebenwirkungen und Nachteile des Laserns
Auch wenn die Femto-Lasik als ein besonders sicheres und risikofreies Verfahren zur Korrektur der Sehstärke mittels Laser bekannt ist, sollte man die Risiken kennen. In seltenen Fällen kann es zu Blendung, so genannten "Halos", also Lichthöfen, kommen oder zur Dopplung der Konturen bei Nacht und in der Dämmerung. Bei einer Laser-Operation am Auge wird nur ein recht kleiner Bereich der Hornhaut korrigiert, während der Sehfehler in der umliegenden Hornhaut bestehen bleibt. Daher können Probleme auftreten, wenn sich die Pupille erweitert, was in der Dämmerung und bei Dunkelheit der Fall ist. Solche Probleme treten im Allgemeinen jedoch nur bei Kurzsichtigkeit über -5 Dioptrien sowie bei Weitsichtigkeit auf.
Wer an einer rheumatischen Erkrankung leidet muss ebenfalls mit Risiken rechnen, da sich in diesem Fall die Heilung verzögern kann. Liegt auf beiden Augen eine Fehlsichtigkeit vor, so kann es zwischen den beiden OPs zu Doppelsichtigkeit, Schwindelgefühlen und Störungen des Gleichgewichtssinns kommen. Selten kommt es zur Dezentrierung, also zur Verschiebung der behandelten Zone im Verhältnis zur Mitte der Pupille, was das Sehen von Doppelbildern oder eine stärkere Empfindlichkeit des Auges zur Folge haben kann. Ebenfalls selten ist das Risiko, dass das Epithel unter dem abgelösten Hornhaut-Deckel einwächst, was erst vier bis sechs Wochen nach der Laser-Operation auftreten kann. Dann wird eine weitere OP nötig.
Ein weiteres seltenes Risiko ist die Keratektasie. Hier wölbt sich die Hornhaut vor, was zu einer starken Sehverschlechterung führen kann und sogar in besonders extremen Fällen eine Hornhaut-Transplantation nötig macht. Selten beobachtet wird die Infektion des Auges. Auch hier kann, wenn diese nicht mit Medikamenten behandelt werden kann, in Extremfällen eine Transplantation der Hornhaut nötig werden.
Nach einer Femto-Lasik-Operation wird das Auge in den ersten Stunden tränen und der Patient hat den Eindruck, es befinde sich ein Fremdkörper auf dem Auge. Das Bild ist verschwommen, ansonsten kommt es aber in der Regel nicht zu unangenehmen Nebenwirkungen. Treten allerdings starke Schmerzen auf oder verschlechtert sich das Sehen plötzlich, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. In weitaus mehr Fällen allerdings hat sich bereits einen Tag nach der Operation ein fast schon normales Sehvermögen eingestellt. Allerdings wird das Sehvermögen erst nach vier bis sechs Wochen stabil, verändert sich also zunächst noch etwas.