Anbieter für Augenlaser-Behandlungen
Ähnliche Verfahren und Kosten bei den Laserzentren
Fast die Hälfte aller Deutschen ist fehlsichtig. Durch eine Laseroperationen versprechen sich viele der Betroffenen auf eine Brille oder auf das unangenehme Ein- und Aussetzen der Kontaktlinsen verzichten zu können. In der Tat sind die Erfolgschancen bei einer guten Vor- und Nachbetreuung günstig und das Auftreten von Spätfolgen wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:10.000 als gering eingestuft. Entsprechend der wachsenden Nachfrage gibt es auch eine immer größere Auswahl an Anbietern für Augenlaserbehandlungen. Ein Großteil der LASIK-OPs wird in Deutschland von den sieben großen Augenlaserzentrums-Ketten realisiert: Optical Express / VisuMed, EuroEyes, Care Vision, CityLasik, FreeVis, Lasik Germany und Smile Eyes. Sie alle bieten ähnliche Verfahren zu halbwegs ähnlichen Preisen an.
Das älteste Laserverfahren, die photorefraktive Keratektomie (PRK), wird seit 1987 angewandt. Hierbei entfernt der Operateur die oberste Schutzhaut des Auges, bevor die überschüssige Hornhaut mit einem Laser abgetragen wird. In den folgenden Tagen nach dem Eingriff wächst die entfernte Haut wieder nach und ist oft mit Schmerzen für den Patienten verbunden. Dieses Verfahren wird heute von den kommerziellen Anbietern für Augenlaser-OPs nicht mehr bevorzugt, da es aufgrund der Schmerzhaftigkeit sich auch nicht gut verkauft.
Die "Laser in situ Keratomileusis" Methode, kurz LASIK genannt, stellt eine Alternative dar und ist heutzutage die meist angewendete Technik. Zu Beginn der Laseroperation wird die Augenhornhaut eingeschnitten und vom Auge hochgeklappt wird. Wird dieser Schnitt mit einem Mikromesserchen durchgeführt, nennen Experten dies das »klassisches LASIK-Verfahren«, wird hierfür jedoch ein Femtosekundenlaser verwendet, so sprechen sie von einem Femto-LASIK-Eingriff. Nach dem Hochklappen der hauchdünnen Hautschicht, folgt das Abtragen der überschüssigen Hornhaut mit Hilfe eines computergesteuerten Kaltlichtlasers (Excimer Laser).
Für das LASIK-Verfahren ist jedoch nicht jeder Patienten geeignet. Daher findet als Vorbereitung zu den Laseroperationen eine Untersuchung statt, bei der die Hornhaut vermessen, ihre Dicke bestimmt wird und der Durchmesser der Pupille untersucht wird. Die Laseroperation ist für Kurzsichtige von -1 bis -10 Dioptrien, sowie bei einer Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmungen von bis zu +3 Dioptrien geeignet. Ungeeignet sind Patienten außerhalb dieses Bereichs. Ebenso gibt es einige Ausschlusskriterien bezüglich der Pupillenweite und wenn Fehlsichtige keine dicke Hornhaut besitzen. Gerade für Patienten mit einer dünnen Hornhaut stellt das Laser Epithelial Keratomileusis (LASEK) und das Epitheliale in situ Keratomileusis (EPILASIK) Verfahren eine Alternative dar. Beide Laseroperations-Methoden sind eine Weiterentwicklung der PRK. Bei diesem Verfahren wird nur das dünne Epithel vor der Hornhaut entfernt, bevor die Hornhaut gelasert wird. In den darauf folgenden vier Tagen wächst die Haut nach, was wie bei der PRK zu Schmerzen führen kann.
Ob und welches Verfahren nun genau für den Interessierten einer Laseroperation geeignet ist kann und soll nur ein Augenarzt feststellen. Eine genaue Untersuchung und Beratung ist daher im Vorfeld besonders wichtig - und selbstverständlich bieten auch alle Augenlaserkliniken entsprechende Voruntersuchungen an.